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So fing in Deutschland alles an !


1989 wurde in Regensburg die Großkaliber Schützen Gesellschaft e.V. unter dem Vorsitz von Erich Hornauer gegründet. Ein Ziel war: das Schießen mit Westernwaffen.

Es wurden Anfragen an verschiedene Verbände gerichtet, doch ohne Erfolg. Keiner wollte in diese Richtung vorrücken. Jetzt half nur noch Eigenregie.

 

Klaus Jürgen Pohl aus Regensburg war zu diesem Zeitpunkt versierter IPSC-Schütze und Range Officer.

Er hatte eine Idee, die ihm zum Gründungsvater des Westernschießens in der BRD machte.

Man baut einen IPSC Parcours auf und beschießt die Ziele mit Westernwaffen.

Gesagt, getan.


Westernvater

1991 fand das erste Westernmatch auf dem Schießstand der Fa. Mendel in Winkerling statt.

Es wurden den 189 Teilnehmern Waffen aus eigenen Beständen zur Verfügung gestellt und sie waren am ende der Veranstaltung begeistert.

1 Jahr später gab es das 2. Westernmatch unter der Leitung von K.J. Pohl. Und siehe da, dass Interesse war groß geblieben. Es meldeten sich 192 Teilnehmer. Wer hätte damit gerechnet?

Jetzt konnte man den Verbänden einen Erfolg und ein großes Interesse vorlegen. Aber leider auch jetzt, man wurde nur belächelt und abgewiesen.

Was in den USA schon fast als Nationalsport begeisterte, bekam in Deutschland keine Luft zum Atmen.

 

Anfang 1999 entdeckte K.J. Pohl in einer einschlägigen Zeitschrift einen Report, dass der BDS Bundespräsident

( Bund Deutscher Sportschützen ) eine neue Schießsportart, das Westernschießen einführen möchte. Ein Telefongespräch von K.J. Pohl mit dem Präsidenten des BDS, stellte gleich klar, dass er das Westernschießen schon in Deutschland eingeführt hatte und ein dementsprechender Antrag um Zulassung dieser Sportart beim Präsidium des BBS ( Bund Bayrischer Sportschützen ) vorlag. Der BDS Präsident erbat umgehend um Unterlagen dieser Vorgänge. Nach Durchsicht dieser Akten, kam die Anfrage an K.J. Pohl ob er beim Visier Schießsport-Festival in Leipzig das BDS Westernschießen offiziell vorstellen möchte. Herr Pohl stellte sich selbstverständlich zur Verfügung.

Der Erfolg beim Festival war durchschlagend. War es nun geschafft?

 

1999 kam es in Berlin-Wannsee zum ersten BDS Westernmatch unter der Leitung von

K.J. Pohl. Mit 105 Teilnehmern war dies schon einmal ein erster Schritt auf der Erfolgsleiter.


Am 19. Dezember 1999 gab es die erste Western-Schießsportveranstaltung unter der Leitung von
Jürgen Martens in Bocholt NRW.


Anfang Februar 2000 fuhr der BDS Präsident, sein Schatzmeister Wilfried Keilen und K.J. Pohl zur

„Winter Range“ der Amerikanischen Meisterschaft im Cowboy Action Shooting nach Phoenix Arizona. Hier holte man sich Ideen, die man für das Westernschießen in Deutschland übernehmen konnte. Schließlich musste ja ein offizielles Regelwerk für Deutschland erstellt werden.
Von da an, ging es im Eiltempo voran.


Am 19. Februar 2000 war das 2. Western-Match in Bocholt NRW    


Nach dieser Veranstaltung stellte am 19. März Jürgen Martens (BDS Landespräsident) und sein Team diese neue Sportart dem interessierten NRW Publikum in Bocholt Spork vor.

Es folgten Veranstaltungen in Leitmar, Grimmen, Nürnberg, Berlin und noch weitere 4 Veranstaltungen unter der Leitung von Jürgen Martens in Bocholt NRW. 
 

Jetzt war der Weg frei, für die erste Deutsche Meisterschaft.

 

Am 31. August bis zum 2. September 2001 fand die erste offizielle Deutsche Meisterschaft

im Westernschießen in Philippsburg mit dem Matchdirektor Klaus Jürgen Pohl statt.

Die Veranstaltung „END OF GERMAN TRAIL“ hatte 143 Cowboys und 7 Ladys als Teilnehmer.

Rine River Joe  2002 und 2003 leitete Jürgen Martens ( Rhine River Joe ) BDS Präsident Lv4

als Bundessportleiter Western-Schießen die nationale und internationale Deutsche-Meisterschaft.
 

Da diese Sportart in den darauf folgenden Jahren immer beliebter wurde, hatte auch das

Fernsehen ihr Interesse angekündigt, besonders da es auch Frauen in dieser Sportart gab.

Hurricane Irmi   2003 drehten sie die erste Reportage über das Westernschießen mit Frauen.

Hauptdarstellerin war eine der erfolgreichsten Westernladys Irmgard Martens ( Hurricane Irmi ) aus Goch.

 

Es folgte eine weitere Filmreportage auf dem Schießstand von Willi Mintert in Erwitte.


WDR Minter


Da diese Reportagen in den meisten Fernsehprogrammen gezeigt und mehrfach wiederholt wurden, wusste jetzt auch der größte Teil der deutschen Bevölkerung, dass es Westernschießen in Deutschland gab.

 

Bis zu heutigen Tag bemüht sich der BDS das Westernschießen erfolgreich weiterzuführen.

 

Klaus Jürgen Pohl verließ 2002 den BDS Aufgabenbereich. Mit der Unterstützung der SASS USA gründete er

am 26.1.2003 zusammen mit Jürgen Martens und weiteren 5 Personen den

 

1. offiziellen eingetragenen Westernverband in Deutschland, die „SASS e.V. Germany“.

 

Weiterhin ist K.J. Pohl als Repräsentant für die SASS-Germany beim Fernsehsender Pro 7 tätig.

4 Folgen bei Galileo wurden bisher mit ihm als Hauptdarsteller produziert und gesendet.


Irmgard Martens ( Hurricane Irmi ) war 2008 affizielle Repräsentantin des deutschen Westernschießens in der
Fernsehsendung "NRW Duell" unter der Leitung von Bernd Stelter.

Mittlerweile gibt es in Deutschland und in vielen Ländern Europas zahlreiche Vereine die das Westernschießen ausüben und Veranstaltungen durchführen. Vieleicht auch in Zukunft einen europäischen Verband, der eine
offizielle Europameisterschaft ermöglichen würde.



Die Redaktion Western-Schiessen.